Wie kann man von nur 200€ monatlich leben? Ich stelle dir dafür hier eine Beispielrechnung auf. So ähnlich sieht das bei mir aus. Wenn das bei dir alles nicht hinkommt, verinnerliche zuerst die Fuchs-Methode und schaue dir mal die Artikel „Finanzen rebooten“, „Für 100€/Monat einkaufen“ oder „Ebbe in der Kasse?“ an. Zu letzterem sei dir aber gesagt: Das Problem ist meistens nicht, zu wenig Geld zu haben, sondern zu viel auszugeben! Bevor du also dein Einkommen erhöhst, reduziere erstmal die Ausgaben.

Nach Abzug der Warmmiete und evtl. der Krankenversicherung können wir die Ausgaben in monatlich fixe Kosten und monatlich variable Kosten unterteilen. Die fixen Kosten sind jeden Monat gleich und verpflichtend. Die variablen Kosten können wir beliebig aufteilen und sind von unserem Konsum abhängig.

Monatlich fixe Kosten
17,50€ GEZ
20€ Strom
20€ Internet + Smartphone
20€ zurücklegen (zwingend notwendig!!!)

Monatlich variable Kosten
100€ Lebensmittel
22,50€ Sonstiges (Drogerie, Apotheke, Öffis…)

Wie genau sieht das nun aus? Die fixen Kosten sind bis auf die 17,50€ GEZ nur insofern fix, als dass sie meistens an Verträge gebunden sind, die aber in günstigere geändert werden können, sowie der Stromverbrauch reduziert werden kann. Von den 20€ (oder mehr, auf keinen Fall weniger!), die du monatlich zurücklegst, bezahlst du alles, was nicht monatlich anfällt, aber zwingend notwendig ist. Und ich meine wirklich ZWINGEND. Z.B. die jährlichen Versicherungszahlungen, sofern du welche hast, oder alle 3 Monate einen Friseurbesuch (beim Kurzhaarschnitt auch öfter). Wenn du nicht allzu verschwenderisch bist, hast du irgendwann genug, um auch mal ins Kino zu gehen oder ein Restaurant zu besuchen. Du kannst die 20€ z.B. auch aufteilen in 2×10€ jeweils für Verpflichtungen und Freizeit.

Weiterhin brauchst du eine komfortable Rücklage, sofern du keine hast. Überlege dir, was du dir im Notfall kaufen können musst, wenn etwas kaputt geht (Smartphone, Computer, Kühlschrank, Waschmaschine, Elektro-Kleingeräte, Fahrrad…). Leider musst du auch damit rechnen, dass alles zugleich kaputt gehen kann. Sofern du keine Rücklage hast, musst du dir die von den 20€ monatlich ansparen; oder du suchst dir vorübergehend einen weiteren Job (siehe z.B. „Ebbe in der Kasse?“). Es versteht sich von selbst, dass du diese Rücklage wieder auffüllst, sobald du davon etwas genommen hast. 😉

Ich denke es ist klar: Dieses Modell dient als Basis und berücksichtigt keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Wenn du ein Monatsabo für die Öffis über 50 oder 60€ hast und auch benötigst, dann musst du die 200€ über diesen Betrag aufstocken. Das gilt natürlich z.B. auch für Vereinsbeiträge usw. Solltest du mit deinem Geld nicht hinkommen, musst du dir aber überlegen, was für Verpflichtungen du aufkündigen kannst. Ich rate dir davon ab, das Geld für Lebensmittel zu reduzieren und nur noch Nudeln mit Ketchup oder Butterbrot zu essen (Butter ist zudem teuer!). Es nützt nichts, mit wenig Geld auszukommen, wenn du dir dabei deine Gesundheit ruinierst. Zumal du dann das, was du am Essen gespart hast, an Arzt- bzw. Arzneimittelkosten um ein Vielfaches draufzahlen kannst. 😉

Sei fuchsig!

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2 Kommentare zu „Von nur 200€ leben – das reicht?!

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